Wie MyBloodFood funktioniert

Die Empfehlungen von MyBloodFood basieren auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen der ErnĂ€hrungsforschung. Hier erklĂ€ren wir die Grundlagen transparent – inklusive der Frage, wann NahrungsergĂ€nzungsmittel sinnvoll sind.

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Das Kernprinzip: Food first – Supplement where needed

Jeder Biomarker im Blut steht in einem gut dokumentierten Zusammenhang mit bestimmten NĂ€hrstoffen. Diese NĂ€hrstoffe finden sich primĂ€r in konkreten Lebensmitteln – und manchmal sinnvoll ergĂ€nzt durch gezielte NahrungsergĂ€nzungsmittel. MyBloodFood ĂŒbersetzt diesen Zusammenhang in alltagstaugliche Empfehlungen, basierend auf BLS, USDA FoodData Central sowie den Referenzwerten der DGE und EFSA.

~209 Mrd. USD

Globaler Supplement-Markt 2025

Grand View Research, 2025

Food-first

WHO, BLV & EU-Regulierung als Basis

BLV Schweiz, WHO 2023

6 Kapseln

Standard-Fischöl fĂŒr 85 g Lachs-Äquivalent

NIH Office of Dietary Supplements

5–15 %

ALA-zu-EPA/DHA-Umwandlungsrate

Calder (2015), Ann Nutr Metab

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Evidenzbasierte ErnÀhrungsempfehlungen

Datenquellen
MyBloodFood basiert auf einem einfachen, aber wissenschaftlich soliden Prinzip: Jeder Biomarker im Blut steht in einem gut dokumentierten Zusammenhang mit bestimmten NĂ€hrstoffen – und diese NĂ€hrstoffe finden sich in konkreten Lebensmitteln. Die Empfehlungen stĂŒtzen sich auf drei Hauptquellen: den BundeslebensmittelschlĂŒssel (BLS), die weltweit umfassendste Lebensmitteldatenbank USDA FoodData Central sowie auf Referenzwerte der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) und der European Food Safety Authority (EFSA).
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Warum Biomarker und nicht Symptome?

Biomarker-Logik
Viele NĂ€hrstoffmĂ€ngel entwickeln sich schleichend und zeigen erst spĂ€t spĂŒrbare Anzeichen. Ferritin zum Beispiel kann bereits deutlich erniedrigt sein, bevor sich MĂŒdigkeit oder Blutarmut bemerkbar machen. Vitamin-D-Mangel ist in der Bevölkerung weit verbreitet, Ă€ussert sich aber oft nur durch unspezifische Beschwerden wie Energiemangel oder Stimmungsschwankungen. Durch die direkte Messung von Biomarkern im Blut erhalten wir einen objektiven, quantitativen Einblick in den NĂ€hrstoffstatus – unabhĂ€ngig von subjektiven Symptomen. Dies ermöglicht gezieltere und personalisiertere Empfehlungen.
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Food-first – und Supplements dort, wo sie sinnvoll sind

Food-first + Supplements
MyBloodFood folgt dem «Food-first»-Prinzip der modernen ErnĂ€hrungswissenschaft. Lebensmittel liefern NĂ€hrstoffe in einer Matrix aus Begleitsubstanzen – Ballaststoffe, sekundĂ€re Pflanzenstoffe, weitere MikronĂ€hrstoffe – die Aufnahme und Wirkung verbessern können. Das Schweizer Bundesamt fĂŒr Lebensmittelsicherheit (BLV), die WHO und die EU-Regulierung sehen eine abwechslungsreiche ErnĂ€hrung klar als Basis. Gleichzeitig gibt es vorhersehbare LĂŒcken, bei denen NahrungsergĂ€nzungsmittel sinnvoll und wissenschaftlich gut belegt sind: ‱ Wenig oder kein Fisch → EPA/DHA aus Fischöl oder Algenöl ‱ Wenig tierische Produkte → Vitamin B12 ‱ Winter, wenig Sonne, Ă€ltere Menschen → Vitamin D ‱ Schwangerschaft/Kinderwunsch → FolsĂ€ure ‱ Labordiagnostizierter Mangel → z. B. Eisen, B12, Calcium/Magnesium Die saubere Logik lautet daher nicht «Food oder Supplement», sondern «Food first – Supplement where needed». Genau das zeigt dir dein MyBloodFood-Report: zuerst die besten Lebensmittelquellen, und wo die LĂŒcke zu gross ist, einen klaren Hinweis auf gezielte ErgĂ€nzung.
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Der globale Supplement-Markt: Milliarden-Industrie mit Wachstum

Markt & Trends
Der weltweite Markt fĂŒr NahrungsergĂ€nzungsmittel ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der Gesundheitswirtschaft. Aktuelle SchĂ€tzungen (Grand View Research, 2025) beziffern den globalen Markt auf rund 209 Milliarden US-Dollar – Tendenz weiter steigend. Dieser Markt wĂ€chst, weil echte BedĂŒrfnisse dahinterstecken: Personalisierung, Convenience und biomarkerbasierte PrĂ€vention. Die Industrie positioniert sich in vier Richtungen: 1. «Gap filling» – VersorgungslĂŒcken schliessen, nicht Essen ersetzen (regulatorisch fast erzwungen) 2. Convenience & Standardisierung – definierte Dosis schnell und bequem 3. Funktionelle Gesundheit – «heart», «brain», «sleep», «immunity» statt allgemeiner ErnĂ€hrung 4. Personalisierung – biomarkerbasierte Supplementierung statt Allgemeinempfehlungen Genau hier setzt MyBloodFood an: Dein Blutbild zeigt, wo dein Körper wirklich UnterstĂŒtzung braucht – und ob Lebensmittel, Supplements oder beides die richtige Antwort sind.
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Beispiel Omega-3: Mahlzeit vs. Kapsel im Vergleich

Praxisbeispiel
Der Unterschied zwischen Mahlzeit und Kapsel ist beim Thema Omega-3 besonders gut sichtbar. Laut NIH enthĂ€lt eine Portion gekochter Atlantiklachs (ca. 85 g): ‱ Zuchtlachs: 1,24 g DHA + 0,59 g EPA = 1,83 g EPA+DHA ‱ Wildlachs: 1,22 g DHA + 0,35 g EPA = 1,57 g EPA+DHA Ein typisches Standard-FischölprĂ€parat liefert dagegen pro Kapsel (1000 mg Fischöl) nur ca. 180 mg EPA + 120 mg DHA = 300 mg EPA+DHA. Um eine kleine 85-g-Portion Lachs zu «matchen», brĂ€uchtest du ca. 6 Standardkapseln – oder 2–3 hochkonzentrierte Kapseln (Ă  1 g EPA+DHA). Wichtig: Die Mahlzeit ist mehr als Omega-3. Lachs liefert zusĂ€tzlich Protein, Vitamin D, B12 und Selen; Brokkoli liefert Ballaststoffe, Vitamin C und Folat. Eine Kapsel ersetzt das nicht. Deshalb ist «Food first» ernĂ€hrungsphysiologisch sinnvoller – aber bei konsequent fischarmem Speiseplan ist eine Omega-3-ErgĂ€nzung klar empfehlenswert.
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Normwerte und Referenzbereiche

Referenzwerte
Die Normwerte in MyBloodFood orientieren sich an den Referenzbereichen der DGE, EFSA und internationalen Fachgesellschaften. Wichtig zu verstehen: Laborwerte im «Normbereich» bedeuten nicht automatisch «optimal» – die Referenzbereiche beschreiben die Verteilung in der Bevölkerung, nicht den individuell optimalen Wert. MyBloodFood unterscheidet zwischen drei Status-Kategorien: «Zu niedrig» (unter dem Referenzbereich), «Im Normbereich» (innerhalb der Referenzwerte) und «Zu hoch» (ĂŒber dem Referenzbereich). Auch bei Werten im Normbereich können gezielte ErnĂ€hrungsempfehlungen sinnvoll sein, um den Wert stabil zu halten.
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Grenzen und Transparenz

Transparenz
MyBloodFood ist ein Wellness- und ErnĂ€hrungsberatungs-Tool, kein Diagnose-Instrument. Die Empfehlungen ersetzen keine Fachberatung und sind nicht fĂŒr die Behandlung von Erkrankungen gedacht. Einige wichtige EinschrĂ€nkungen: Wechselwirkungen zwischen NĂ€hrstoffen (z. B. Calcium hemmt Eisenaufnahme) werden vereinfacht dargestellt. Individuelle Faktoren wie Erkrankungen, Medikamente oder genetische Varianten können die NĂ€hrstoffaufnahme beeinflussen und werden nicht berĂŒcksichtigt. Die KI-Analyse des Laborberichts kann Fehler machen, besonders bei ungewöhnlichen Laborformaten. Wir empfehlen, die Empfehlungen von MyBloodFood als Orientierung zu nutzen und bei konkreten gesundheitlichen Fragen immer einen Arzt oder ErnĂ€hrungsberater zu konsultieren.

AusgewÀhlte Forschungsergebnisse

FĂŒr jeden Biomarker zeigen wir, was die Wissenschaft ĂŒber Lebensmittel und Supplements sagt.

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FerritinHallberg & Hulthén (2000), Am J Clin Nutr

HĂ€m-Eisen aus Fleisch hat eine 2–3× höhere BioverfĂŒgbarkeit als Nicht-HĂ€m-Eisen aus Pflanzen. Vitamin C erhöht die Aufnahme von Nicht-HĂ€m-Eisen um bis zu 6-fach.

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Vitamin DHolick (2007), NEJM

Vitamin D3 aus Lebensmitteln (Fettfisch, Eigelb) erhöht den 25-OH-D-Spiegel effektiver als D2. Fettreiche Mahlzeiten verbessern die Absorption. Bei Risikogruppen ist eine Supplementierung laut BLV und DGE empfohlen.

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Vitamin B12Watanabe (2007), Exp Biol Med

Cobalamin aus tierischen Produkten ist direkt bioverfĂŒgbar. Bei veganer ErnĂ€hrung ist eine B12-Supplementierung unbedingt notwendig – hier ist Supplement klar die richtige Wahl.

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Omega-3Calder (2015), Ann Nutr Metab; NIH Office of Dietary Supplements

EPA und DHA aus Fettfisch werden direkt ins Gewebe eingebaut. ALA aus Pflanzen (Leinöl) wird nur zu 5–15 % in EPA/DHA umgewandelt. Bei fischarmem Speiseplan ist Fischöl oder Algenöl eine sinnvolle ErgĂ€nzung.

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MagnesiumSchuchardt & Hahn (2017), Curr Nutr Food Sci

Magnesium aus NĂŒssen und HĂŒlsenfrĂŒchten hat eine BioverfĂŒgbarkeit von 30–40 %. Phytate in Vollkornprodukten können die Aufnahme hemmen. Bei nachgewiesenem Mangel ist eine Supplementierung wirksam.

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Folat / FolsÀureWHO (2015), Guideline: Daily iron and folic acid supplementation in pregnant women

FolsĂ€ure aus Supplementen wird vom Körper besser aufgenommen als natĂŒrliches Folat aus Lebensmitteln. Bei Schwangerschaft und Kinderwunsch ist eine Supplementierung klar empfohlen.

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Wann sind Supplements sinnvoll?

Selbst der Branchenverband CRN und die EU-Regulierung formulieren, dass Supplements keine abwechslungsreiche ErnĂ€hrung ersetzen können. Gleichzeitig gibt es klare Situationen, in denen eine ErgĂ€nzung wissenschaftlich gut begrĂŒndet ist:

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Wenig oder kein Fisch → EPA/DHA (Fischöl oder Algenöl)

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Vegane ErnĂ€hrung → Vitamin B12 (unbedingt notwendig)

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Winter, wenig Sonne, Risikogruppen → Vitamin D

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Schwangerschaft / Kinderwunsch → FolsĂ€ure

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Labordiagnostizierter Mangel → Eisen, B12, Magnesium

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Intensiver Sport, erhöhter Bedarf → gezielt ergĂ€nzen

Verwendete Datenquellen & Referenzen

BundeslebensmittelschlĂŒssel (BLS)

Deutsche Referenzdatenbank fĂŒr NĂ€hrstoffgehalte in Lebensmitteln

USDA FoodData Central

Weltweit umfassendste Lebensmitteldatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums

DGE Referenzwerte

Referenzwerte fĂŒr die NĂ€hrstoffzufuhr der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung

EFSA Dietary Reference Values

EuropÀische Referenzwerte der European Food Safety Authority

NIH Office of Dietary Supplements

Wissenschaftliche FaktblÀtter zu NÀhrstoffen und Supplements (USA)

BLV Schweiz

Bundesamt fĂŒr Lebensmittelsicherheit und VeterinĂ€rwesen – Empfehlungen zu Supplements

Grand View Research (2025)

Globale Marktgrösse NahrungsergÀnzungsmittel: ~209 Mrd. USD

WHO / IARC

Internationale Leitlinien zu ErnÀhrung, Supplementierung und PrÀvention

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Wichtiger Hinweis

MyBloodFood ist ein Wellness-Informationstool und kein medizinisches Diagnose-Instrument. Die Empfehlungen ersetzen keine Fachberatung und sind nicht fĂŒr die Behandlung von Erkrankungen gedacht. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder auffĂ€lligen Laborwerten wende dich bitte an einen Arzt oder qualifizierten ErnĂ€hrungsberater.

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